Basisrat tagte unter Polizeischutz in Hamm
Ein Zeichen gegen Rechtsextremismus sollte es sein, den Basisrat der Grünen Jugend NRW nach Hamm zu verlegen.
Anlass war der Hilferuf der Grünen Jugend Hamm. Das Problem mit rechten Gruppierungen ist dort seit längerem bekannt, doch Politik und Medien versuchten dieses Thema totzuschweigen.
Nachdem nun Mitglieder der Grünen Jugend Hamm persönlich auf Homepages bedroht wurden, hatte die Grüne Jugend NRW beschlossen, den Basisrat in Hamm stattfinden zu lassen, um ein Zeichen gegen Rechts zu setzen. Auf dem Basisrat konnten die Delegierten mit einem Referenten des Staatsschutzes über die Problematik des Rechtsextremismus im Ruhrgebiet diskutieren. Im Anschluss an den Basisrat war eine öffentliche Kundgebung gemeinsam mit dem lokalen Bündnis gegen Rechts geplant.
Nachdem die rechte Szene in Hamm eine Gegendemonstration angekündigt hatte und offen zu Gewalt gegen die Grüne Jugend aufgerufen hatte, musste der Basisrat am vergangenen Sonntag unter Polizeischutz stattfinden. Die im Anschluss stattfindende Demo verlief dank großer Polizeipräsenz friedlich. Anna Caelers, Sprecherin der Grünen Jugend NRW erklärte: "Mit unserem Engagement in Hamm haben wir deutlich gemacht, dass rassistisches Gedankengut in NRW keine Chance hat. Die Grüne Jugend wird sich auch weiterhin gegen Rechtsradikalismus und Fremdenfeindlichkeit einsetzen, wie wir es in der Vergangenheit getan haben."
Aufmärsche von Rechten in NRW haben in den letzten Wochen wieder deutlich zugenommen. Erst am vergangenen Samstag hatte es zwei Demonstrationen der rechten Szene in Dortmund gegeben. Weitere Aufmärsche sind für den 3. Juni in Düsseldorf und den 10. Juni in Gelsenkirchen angekündigt. Die Grüne Jugend Nordrhein-Westfalen unterstützt den Aufruf des Bündnisses „Düsseldorf gegen Rechte Gewalt“ und ruft zum friedlichen Protest gegen den Neo-Nazi-Aufmarsch auf.
Wir werden uns weiterhin aktiv am Kampf gegen rassistische und faschistische Ideologien beteiligen. In einem Aufruf beschlossen wir, eine landesweite Austauschplattform über Aktivitäten rechter Gruppierungen einzurichten, um den Kampf gegen die Nazis besser vernetzten zu können.



