MiSCHEN POSSIBLE!
Offenes Plenum Interkultureller Dialog am 30. Oktober im Landtag
Wann? Freitag, 30. Oktober, 15 bis 18.30 Uhr
Wo? Landtag, Plenarsaal
Warum sind eigentlich nicht überall Migrantinnen und Migranten zu finden, wo doch überall Migrantinnen und Migranten sind? Eine einfache Antwort auf diese Frage dürfte nicht so leicht fallen, geht es hier doch um sensible Themen wie Vorurteile, Ungleichheit von Bildungs- und damit Lebenschancen, Diskriminierung bis hin zur Fremdenfeindlichkeit.
Auch im Landtag gibt es niemanden mit Migrationshintergrund auf den Abgeordnetenbänken. Mit unserer Veranstaltung wollen wir dies ändern. Wir wollen den Landtag zum Ort der interkulturellen Begegnung von Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft machen. Gemeinsam wollen wir überlegen und diskutieren, wie Trennendes überwunden werden kann. Politik hat die Frage zu beantworten, welchen Beitrag sie zu Abbau von Vorurteilen und zur interkulturellen Öffnung leisten kann und will. Interkultureller Dialog und Begegnung sind Voraussetzung zur Überwindung rassistischer, fremdenfeindlicher und diskriminierender Haltungen. Sie schaffen Vertrauen. Doch führt dies auch tatsächlich zu mehr Chancengleichheit? Welche konkreten Maßnahmen sind noch nötig, um strukturelle Diskriminierung zu überwinden? Wie können wohlmeinende Initiativen und Projekte die breite Bevölkerung erreichen? Welche Rolle spielen dabei die Medien?
Wir laden Euch herzlich ein zum „Offenen Plenum Interkultureller Dialog“, einer Veranstaltung der Grünen Landtagsfraktion mit Unterstützung der Grünen Jugend NRW.
Programm
- 14.30 Uhr Stehkaffee
- 15.00 Uhr Begrüßung durch Oliver Keymis, Landtagsvizepräsident
- 15.10 Uhr
Panel 1: "No way - Warum sind junge Zugewanderte eigentlich nicht überall zu finden?"
(Moderation: Andrea Asch und Verena Schäffer, Sprecherin Grüne Jugend NRW)
Jugendliche mit Migrationshintergrund sind in einer Reihe von Institutionen, Verbänden, Vereinen aber auch Berufen kaum vertreten. Wir wollen mit Euch darüber diskutieren, welche strukturellen Zugangsbarrieren es gibt, wie interkulturelle Öffnung gelingen kann und welche Barrieren wir selbst abbauen müssen.
Wir diskutieren mit:
Marissa Turac, Landesjugendring, Projektleiterin des Projekts Ö zur interkulturellen Öffnung der Jugendverbände
Antonietta Zeoli, Regionale Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Zuwanderfamilie, Landeskoordinatorin der Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte
Panel 2: "Migrant, Hauptschule – chancenlos?"
(Moderation: Andrea Asch und Verena Schäffer)
Jugendliche mit Migrationshintergrund sind nicht nur VerliererInnen unseres Bildungssystems. Sie haben auch bei gleichen schulischen Voraussetzungen schlechtere Chancen, einen Ausbildungsplatz zu finden. Selektion statt Förderung im Bildungssystem, Diskriminierung auf dem Wohnungs-, dem Ausbildungs- und dem Arbeitsmarkt sind keine Ausnahmen, sondern oftmals alltägliche Erfahrung. Welche Unterschiede gibt es zwischen Mädchen und Jungen? Wie kann Diskriminierung abgebaut und die berufliche Integration junger Migrantinnen und Migranten verbessert werden?
Wir diskutieren mit den TeilnehmerInnen des Panel 1 plus:
Thomas Kufen, Integrationsbeauftragter der NRW-Landesregierung
Andrea Schaffeld, Landesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit - 16.45 Uhr Pause
- 17.15 Uhr
Panel 3: Religionen als Identitätsstifter - oder Integrationshemmnis?(Moderation: Eike Block, Sprecher Grüne Jugend NRW und Andrea Asch)
Deutschland ist ein multireligiöses Land. Doch sobald Pläne für einen Moscheebau bekannt werden, ist es mit der Toleranz vorbei. Auch Synagogen müssen mit großem Aufwand geschützt werden. Diffuse Ängste vor Überfremdung, Islamphobie und die harmlosere Variante des Geredes von der christlich-abendländischen Leitkultur grenzt viele Bürgerinnen und Bürger aus. Wenn‘s konkret wird, bleibt die oft beschworene Willkommenskultur auf der Strecke. Doch wer muss sich eigentlich ändern? Was ist gemeint, wenn von Muslimen die Anpassung an „unser“ Wertesystem gefordert wird?
Wir diskutieren mit:
Hasret Karacuban, Arbeitskreis Grüne MuslimInnen
Emre Esen, Alewitischer Jugendverband
N.N. Dialogbereit, Projekt der Katholischen Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz - Schlussfazit: Andrea Asch/Verena Schäffer
- 18.30 Uhr Ende der Veranstaltung





