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29. November 2007

Essen stellt sich quer

Demonstration gegen Rechts am 8. Dezember

Der massive Protest gegen die NPD im April in Essen-Borbeck hat deutlich gemacht, dass die NPD auch in Essen unerwünscht ist. Trotzdem will sie schon wieder demonstrieren. Sie ruft für Samstag, 8. Dezember 2007, zu einem Aufmarsch in Essen-Frohnhausen auf. In ihrem Aufruf nimmt die Partei, über deren Verbot zurzeit wieder diskutiert wird, den geplanten Neubau einer Moschee "In der Hagenbeck" zum Anlass, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu verbreiten. Die Essener Jungen Grünen wollen dagegen gemeinsam ein deutliches Zeichen für das konstruktive und respektvolle Zusammenleben der Menschen in ihrem Stadtteil setzen, für Toleranz und Demokratie. Dazu laden sie herzlich ein!


Die Demo gegen den Aufmarsch der Neonazis startet um 10.30 Uhr mit einer Auftaktkundgebung auf dem Christus-Kirchplatz (E-Altendorf/Kopernikusstraße), ab etwa 12 Uhr findet eine Zwischenkundgebung am S-Bahnhof Essen-West statt. Die Demonstration wird etwa 14 Uhr in E-Frohnhausen zu Ende sein. Mehr Informationen auf der Website des Bündnisses "Essen stellt sich quer"


Seit Jahrzehnten leben und arbeiten Menschen aus verschiedenen Ländern im Essener Westen zusammen. Im Gegensatz zur rechten Stimmungsmache, tragen sie zum wirtschaftlichen Leben bei, leisten ihre Beiträge zur Sozialen Sicherung und zahlen Steuern. Alle, die hier leben, haben ein Recht darauf, in würdigem Rahmen zu beten, nicht nur in Hinterhöfen und heruntergekommenen Gebäuden. Das gilt auch für Muslime. Die Freiheit, die Religion im Rahmen des Grundgesetzes auszuüben, gehört zu den Grund- und Menschenrechten.


Tatsache ist: Das Miteinander von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion ist nicht immer einfach. Bedenken und Fragen müssen Ernst genommen werden. Darum braucht es  einen vertrauensvollen und konstruktiven Dialog, der Mut macht, statt Stimmungsmache, die Konflikte verstärkt. Tatsache ist aber auch, dass dieses Miteinander immer wieder gelingt und das gemeinsame Leben bereichert.


Menschen mit und ohne Religionszugehörigkeit sollen die Plätze in Essen einladend gestalten können und ihren Beitrag zu einer lebendigen Zivilgesellschaft leisten. Die Demonstration geht gegen die NPD und andere Rechtsextremisten und Neonazis. Mit Hetzkampagnen und dem geplanten Aufmarsch verunsichern sie systematisch die Bevölkerung im Essener Westen, schüren Ängste, bestärken Vorurteile und verbreiten Hass.


Sie versuchen, große Teile der Bevölkerung im Essener Westen auszugrenzen. Rassismus und Rechtsextremismus dürfen das Miteinander nicht gefährden. Deshalb die Forderung: Kein Platz, kein Raum, keine Stimme für Nazis! Essen stellt sich quer!


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