Auf dem Weg in ein Grünes Europa
Das Superwahljahr hat begonnen! Auf der Bundesdelegiertenkonferenz von Bündnis 90 / Die Grünen werden vom
23. bis 25. Januar in Dortmund die KandidatInnen zur Europaliste gewählt. Mit dabei als junge Grüne KandidatInnen sind zwei ehemalige Mitglieder des Bundesvorstands der Grünen Jugend. Jan Philipp Albrecht und Ska Keller stellen sich und ihre Themen im Vorfeld der Aufstellung hier vor.
Ska Keller
Ska Keller ist 27 Jahre alt und die Landesvorsitzende von BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN in Brandenburg. Sie kommt aus Guben, einer Kleinstadt an der polnischen Grenze und studiert bis Anfang Herbst 2009 Islamwissenschaft, Turkologie und Judaistik an der FU Berlin. Für die GRÜNE JUGEND war sie im Brandenburger Landesvorstand sowie im Bundesvorstand und in der Internationalen Vertretung aktiv. Zuletzt war sie lange Zeit Sprecherin der Europäischen Grünen Jugend (FYEG). Bis heute ist sie für FYEG aktiv und organisiert europaweite Kampagnen und Seminare mit jungen Grünen aus ganz Europa. Sie koordiniert ebenfalls für FYEG ein Netzwerk von politischen Jugendorganisationen im Euro-Mediterranen Raum und ist Mitglied im europäischen Wahlkampfstab der FYEG. Seit 2002 ist sie bei den Brandenburger Bündnisgrünen aktiv, als Geschäftsführerin im KV Spree-Neiße und seit 2005 im Landesvorstand, seit 2007 als Landesvorsitzende und Frauenpolitische Sprecherin. Durch ihre Arbeit bei der Europäischen Grünen Jugend hat sie Kontakte zu Grünen in ganz Europa und darüber hinaus knüpfen können und hat einen guten Einblick in die Grünen Parteien Europas und die Europäische Grüne Partei bekommen. Für Ska ist Europa und die Europäische Union mehr als eine Sammlung nationaler Interessen; es ist eine Lebenseinstellung, die vorraussetzt, dass wir auch Grenzen in den Köpfen überwinden. Nur gemeinsam mit Grünen in ganz Europa können wir ein grünes Europa schaffen.
2009 möchte Ska zurück in die Europapoliktik und bewirbt sich um einen aussichtsreichen Platz auf der Europaliste. Neben der GRÜNEN JUGEND wird sie dabei von den bündnisgrünen Landesverbänden Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin unterstützt. Im Europäischen Parlament möchte sie sich vor allem für die Themen Migration und Türkeipolitik einsetzen und sich dabei besonders auf frauenpolitische Aspekte konzentrieren; schließlich ist die Mehrzahl der MigrantInnen weltweit weiblich.
Jan Philipp Albrecht
Jan Philipp Albrecht ist seit 1999 Mitglied bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in seinem Heimatort Wolfenbüttel, wo er unter anderem einige Jahre im Kreisvorstand aktiv war. Die unmittelbare Nähe zum Atommülllager Asse, der Kosovokrieg und die Sicherheitsgesetze nach dem 11. September 2001 haben ihn stark politisiert. Nach Gründung eines Orts- und Regionalverbandes der Grünen Jugend war er viele Jahre im niedersächsischen Landesvorstand und als Koordinator des Fachbereichs Demokratie & Recht aktiv, bevor er von 2006 bis 2008 als Bundessprecher die GRÜNE JUGEND nach außen vertrat. Schwerpunkt seiner inhaltlichen Arbeit ist die Innen- und Rechtspolitik mit starker europäischer Perspektive. Jan hat Jura mit dem Schwerpunkt Europarecht in Bremen, Brüssel und Berlin studiert und als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Walter-Hallstein Institut für europäisches Verfassungsrecht gearbeitet. Seit vielen Jahren engagiert sich Jan in den BAGen Demokratie & Recht und Europa und in der Rechtsextremismuskommission der Bundespartei. Zudem ist er Sprecher der LAG Demokratie & Recht in Niedersachsen.
Für seine Kandidatur auf der Grünen Europaliste hat Jan neben dem Votum der GRÜNEN JUGEND auch das Votum der Landesverbände Niedersachsen und Bremen erhalten. Er möchte sich in Brüssel vor allem für den Erhalt der Grundrechte, umfassenden individuellen Rechtsschutz und starke Kontrollrechte des Parlaments im Innen- und Justizbereich einsetzen. Seit Jahren engagiert er sich gegen die seit Anfang 2008 geltende so genannte „Vorratsdatenspeicherung“ und hat an der Wiederbelebung einer breiten Bewegung für Bürgerrechte und Datenschutz mitgewirkt. Als ebenso junger wie erfahrener Rechtspolitiker möchte Jan sich nun im Europaparlament für eine andere Justiz- und Innenpolitik und gegen intransparente und undemokratische Gesetzgebungsverfahren einsetzen. Deshalb bewirbt er sich für einen aussichtsreichen Platz auf der Liste zur Europawahl 2009.





